Philippinen – 7 Reisearten in den Philippinen

Thailand, Europa und viele andere Länder sind millionenfach bereist. Erprobte Routen, genaue Angaben, Konkrete Preise, Exakte Zeiten. Alle Informationen können problemlos in Reiseführern, online und in vielen Reiseblogs nachgelesen werden.

Wenn du in den Philippinen Unterwegs bist, ist Reisen anders. In einem Land das aus weit mehr als 7000 Inseln besteht, kann Reisen eine Herausforderung werden. Informationen zu Abfahrtszeiten oder Preisen sind oft widersprüchlich, wenn überhaupt vorhanden. Und ich finde, das ist gut so.

Reisen in den Philippinen bedeutet sich mit den Menschen auseinandersetzen, den Weg suchen und das Ziel als Nebensache sehen. Wer sich darauf einstellt wird in den Philippinen eine Wundervolle Zeit verbringen.

Wie du dein Ziel erreichst, hängt von Hauptsächlich 2 Faktoren ab in den Philippinen. Die Zeit die du für deine Reise eingeplant hast und der Wahl der Reisemittel. Deine geplante Reisezeit kann ich nicht ändern. Aber ich kann dir Tipps mit auf den Weg geben, wie du die SIEBEN meistbenutzten Fortbewegungsmittel im Inselstaat benutzen kannst.

Die Sieben meistverwendeten Verkehrsmittel in den Philippinen sind Flugzeuge, Fähren, Busse, MiniVans, Jeepneys, Taxis und Tricycels. Als Reisender in den Philippinen wirst du mit fast allen in Kontakt kommen. Worauf du bei jedem einzelen achten musst erfährst du in diesem Artikel.

1 – Unterwegs mit dem Flugzeug:

Wenn du mit dem Flugzeug innerhalb der Philippinen Reist, ist der Flug selber immer relativ kurz. Aber du hast auch die Anreise zum Flughafen, die Wartezeit am Gate usw. Du musst also für eine Flugreise mindestens einen halben Tag, meistes aber einen ganzen Tag rechnen.

Flüge im Inland sind günstig. Selten bezahlst du mehr als 100 Euro. Auf den Webportalen der Airlines finden sich auch oft gute Promos. Eine Buchung kann ein paar Tage vorher über die Apps der jeweiligen Fluggesellschaft problemlos erfolgen. Die Flüge sollten aber auch nicht 3 Monate zum Voraus gebucht werden und wenn, nur mit einer Annullation Versicherung. Zu oft ändern sich Flugpläne, Wetter und unvorhersehbares.

Die Populärsten Fluggesellschaften im Inland sind Cebu Pacific, Philippine Airlines und AirAsia. Die Fluggesellschaft Zest Air auf dem Bild ist zwischenzeitlich von AirAsia übernommen worden.

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2 – Fähren:

Es gibt viele Fähren zwischen den Inseln. Aber es ist nicht immer einfach herauszufinden, wo diese abfahren, was die Überfahrt kostet und ob der Fahrplan aktuell ist. Die Bekannteren Fähr-Routen sind in Reiseführern gut beschrieben mit Preisen, Anfahrtswegen, Fahrplänen usw. Sobald du eine etwas speziellere Fähr-Route nimmst, wirst du feststellen, dass du nur durch Fragen an Informationen kommst. Fahrpläne sind generell mit Vorsicht zu geniessen. Auch die offiziellen Webseiten enthalten oft veraltete Angaben. Auch sind Fährverbindungen Natürlich sehr Wetterabhängig. Bei Regen und Wind kann eine Überfahrt schon mal abgesagt werden.

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3 – On the Road im Bus:

Philiipinos Reisen oft und viel mit Bussen. Busse sind Günstig und du findest in jeder grösseren Ortschaft Bus-Terminals. Die Busse fahren 24 Stunden. Du findest also zu jeder Zeit einen Bus, der dich an dein Ziel bringt. Vorsicht: es gibt keine „Busticket-Schalter“ im Terminal. Wenn dir Jemand ein Ticket in die Hand drückt und Geld dafür verlangt, bist du betrogen worden. Bezahle nie jemand anderen als dem Ticketmann IM Bus. Suche DEINEN Bus, setz dich auf einen Platz und warte bis der Bus Abgefahren ist. Sobald der Bus auf der Strecke ist, geht der Ticket-Mann zu jedem Passagier und fragt nach dem Ziel. Dann erhältst du einen Zettel mit ausgestanzten Nummern von ihm. Diese Nummern Repräsentieren deinen Fahrpreis. Nachdem der Ticket-Mann die Runde im Bus machte, kommt er wieder bei dir vorbei und kassiert ein. Noch mehr Tipps zum Busfahren:

– Willst du de etwas Teurere Klimatisiert Variante oder die Kostengünstige „Open Window“ variante. Bei der Klimatisierten Variante benötigst du einen extra Schaal oder eine Jacke

– Die Busse halten überall auf der Route, um Leute ein oder auszuladen. Dadurch verlängert sich die Reisezeit. Geduld ist also angesagt.

– Viele Buslinien haben WIFI und TV an Board (nicht alle). Wobei im TV meist Philippinische Filme laufen.

– Die Busfahrer in den Philippinen sind verkannte Formel 1 Rennfahrer. UU nichts für schwache Nerven.

– Setze dich nicht in den hintersten Bereich, wenn du ein Nickerchen machen willst. Die Federung dieser Fahrenden Geschosse ist nicht immer die beste

– Der Bus fährt erst los, wenn genügen Passagiere eingestiegen sind.

Populäre Buslinien in den Philippinen sind: Five Star, Philippine Rabbit, Ceres, Victory Liner

Nebst diesen Bekannten Busgesellschaften finden sich noch viele kleinere Unternehmen.

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Der Fahrpreis her beträgt 273 Pesos

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Im Busterminal

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Ein Bus ganz für uns alleine

4 – Fahrende Blechsardinen, die Minivans:

Minivans sind ein ebenso beliebtes Verkehrsmittel wie Busse, aber Günstiger. Der grösste Vorteil von Minivans ist, dass diese sich problemloser durch dichten Stadtverkehr schlängeln können. Mini-Vans haben, wie die Busse, eine festgelegte Route. Oft sind die Busse und Van Terminals dieselben. Tipps zu Reisen im Minivan:

– Die Fahrer Fahren erst los, wenn der letzte Zentimeter des Minivans ausgenutzt ist.

– Du kannst mit dem Fahrer einen Preis aushandeln, wenn du den Minivan für dich alleine Mieten willst. Das ist zwar etwas teurer, aber dafür hast du Platz und es werden keine extra Stopps unterwegs mehr eingelegt.

– Die Minivans sind meist völlig überladen, weil diese mit extra sitzen ausgestattet sind. In einem Mini-Van finden bis zu 20 Leute Platz.

– Minivan laden überall Leute ein und aus. Die Reisezeit kann sich dadurch verlängern

– Versuch den Beifahrer Sitz zu ergattern und dort als letzter einzusteigen. Dann musst du deinen Platz nur mit 4 Leuten plus dem Fahrer teilen und nicht mit den 16 Personen im hinteren Teil.

– Die Fahrpreise werden vor Fahrbeginn eingesammelt.

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Mehrfach erprobt: So viele Passen in einen Minivan + Taschen, Reissäcke und Küchenuntensilien

5 – Jeepneys:

Die Bunten, Lauten, stygischen Fahrzeuge werden für den Nahverkehr benutzt. Auch Jeepneys fahren auf festgelegten Routen, die zumeist in Bunten Farben auf die Fahrzeuge gemalt sind. Wenn du von einem Jeepney mitgenommen werden willst, stellst du dich einfach an den Strassenrand und winkst. Die Sitzordnung innerhalb der Jeepneys befindet sich quer zur Fahrtrichtung. Wenn möglich versuche, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen. Wenn du hinten einsteigst, bleibe möglichst nah bei der Einstiegs Lucke – das Aussteigen geht so viel einfacher. Der Fahrpreis wird direkt dem Fahrer bezahlt. Wenn du aussteigen willst rufst du dem Fahrer „Stop“ oder „Para lang“ (Anhalten bitte) oder du schlägst mit einer Münze auf Metall, so dass der Fahrer es hört. Das ist für den Fahrer das Zeichen zum Stoppen. Vorsicht beim aussteigen. Oft halten die Jeepneyfahrer mitten auf der Strasse um Leute ein oder Aussteigen zu lassen. Wenn du dort Aussteigst, kann es gut sein, dass du inmitten des Strassenverkehrs stehst.

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Hier siehst du meinen Jeepney, der bei einer Flussüberquerung abgesoffen ist. Aber alles wieder ok.

6 – Taxi:

Nur in den grösseren Städten wirst du Taxis finden. Wie beim Jeepney kannst du Taxis einfach am Strassenrand heranwinken. Der Fahrtpreis richtet sich nach der Stecke. Es Empfielt sich, sich vorab in einem Hotel oder Restaurant erkundigen, was der reguläre Preis für die Strecke ist. Diesen Preis dann mit dem Fahrer verhandeln oder auf den Einsatz des Taximeters bestehen. In Einkaufszenten, Flughäfen oder anderen öffentlichen Einrichtungen findest du Taxiterminals. Dort stellst du dich einfach in die Schlange und wartest, bis du an der Reihe bist. Leider gibt es unter den Taxifahrern auch Schlitzohren. Versuche auf dein Bauchgefühl zu hören. Wenn du ein schlechtes Gefühl hast, dann Steig erst gar nicht ein. Wenn du dir ein Taxi vom Hotel kommen lässt oder ein Taxi bei einem Offiziellen Terminal (zum Beispiel bei einem Einkaufszentrum) benutzt, bist du auf der Sicheren Seite.

7 – Tricycles – die Philippinische Variante des Tailändische Tuuk-Tuk’s

Ein Tricycle ist die Philippinische Variante von einem Motorrad mit Seitenwagen. Für individuelle Transporte das richtige Fahrzeug. Im Verhältnis zu Bus, Van und Jeepney sind Tricycels jedoch relativ teuer. Kleines Beispiel: eine Busfahrt von Manila nach Angels City kostet 250 Peso und dauert etwa 3 Stunden. Die Fahrt vom Busterminal bis zu unserem Haus kostet 150 Peso (nach verhandeln) und dauert 10 Minuten.

Trotzdem sind diese Gefährte Praktisch, weil sie dich direkt vor die Haustüre bringen. Die Platzverhältnisse im Inneren des «Seitenwagens» sind allerdings für Europäische Staturen eher ungeeignet. Wenn es das Wetter und der Fahrer zulassen, setze ich mich meist auf den Sozius des

Bikes. Denn in den Angeschweissten Seitenwagen kann ich mich nur reinquetschen, wenn ich ich mich so 3- bis 4-mal zusammengefaltet habe.

Der Fahrpreis richtet sich nach der Strecke. Meist sind die verlangten Kosten um etwa 50 Peso zu hoch. Handeln lohnt sich da immer.

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Die Luxus Variante

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Die Business Variante

Die Einheimische Art der Fortbewegung:

Eine Reise Art, die ich dir zum Schluss unbedingt ans Herz legen will. Dieses «Gefährt» ist nicht ganz einfach zu steuern, aber es macht einen Riesen Spass, auf einem Carabao durch die Reisfelder zu Reiten.

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The Art of Travel in Philippines

Wenn du in den Philippinen unterwegs bist, wirst du vom ersten Tag Garantiert eine dieser Fortbewegungsarten benutzen. Neben diesen Fortbewegungs Möglichkeiten gibt es noch viele andere wie zum Beispiel mit dem Motorrad oder dem Drahtesel. Aber du kannst auch ganz einfach zu Fuss Unterwegs sein – die ökologischste Variante des Reisens.

Diesen Gastartikel habe ich für http://meet-the-philippines.com geschrieben. Viele weitere Spannende Informationen und Reisebericht findest du auch auf meinem Blog www.philippinenblog.ch

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Liebe Grüsse und paalam Urs www.philipppinen-blog.ch