Im Nordosten der Insel Mindanao liegt die Stadt Butuan City. Auf einer Gesamtfläche von über 816km² teilen sich rund 309000 Menschen die Stadt entlang am Agusan River. Die regionale Ausdrucksweise ist Surigaonon und Butuano, welche von den meisten Bewohnern der Stadt gesprochen wird.

An zweiter und dritter Stelle folgen Cebuano sowie der Dialekt Boholano. Hier gibts atemberaubende Berge, wie der Mount Malapay, unberührte Strände und natürlich die einzigartige Wildnis.

Butuan City: Stadt am Meer, Stadt am Berg

Das Balangay-Shrine-Museum als tradionelle Sehenswürdigkeit ist eine ehemalige Ausgrabungsstätte, in dem antike Langboote besichtigt werden können.

Der Schrein zeigt wie die Vorfahren der Filipinos mit einzigartigen Booten quer über das Meer fuhren, um die verschiedenen Inseln der Philippinen zu erreichen.

Obwohl sich das Originalboot – Balangay – im Nationalmuseum von Manila befindet, ist eine Nachbildung aus Holz und die Überreste von anderen Booten im Schrein zu sehen.

Am besten zu erreichen ist das Museum über die J. C. Aquino Avenue. Dort führt euch die Beschilderung mit der Aufschrift „Barangay Ambago“, ohne Umwege zur Ausstellung. Für sparsame 250Peso kann man den Balangay Schrein in aller Ruhe besichtigen. Im Ticketpreis enthalten, ist sogar die Rückfahrt zur Avenue.

Fortbewegungsmittel in Butuan von A nach B

Allein der Flughafen brachte mich abermals in unglaubwürdiges Staunen. Nie zuvor habe ich einen derart kleinen Flughafen gesehen. Ein einziger Raum mit einem einzigen Gepäckband, welches witziger weise vor unseren Augen mit unserem Gepäck beladen worden ist.

Dabei muss man sogar auf Taxis verzichten, denn die gibt es in Butuan (noch) nicht, sondern lediglich sogenannte Jeepneys. Eine Alternative wäre es  ein Auto anzumieten, um möglichst unabhängig zu sein.

Wer denkt dass man Butuan City nur mit dem Flugzeug gut erreichen kann, täuscht sich gewaltig. Bei meinen ersten Reisen auf die Philippinen, wollte ich immer möglichst viele Inseln sehen aber auch gleichzeitig mein Geld nicht zum Fenster rauswerfen. Manchmal empfhielt es sich, bei kürzeren Strecken, mit einer Fähre zum nächsten Ort zu fahren.

Im etwa 25 Kilometer entfernten Seehafen von Nasipit legen regelmäßig Fähren aus Cebu und Manila an. Im Norden des Stadtzentrums gibt es außerdem zahlreiche Nah- und Fernverkehrsverbindungen in alle Regionen von Mindanao, sowie auch Fernbuslinien, die euch ebenfalls bis nach Manila fahren.

Übernachten in Butuan City

Für den Aufenthalt gibt es einzelne Hotelanlagen sowie ein paar kleinere Resorts oder auch Hostels für Rucksacktouristen. Meine Unterkunft war das Hotel – Dottiesplace – im inneren Stadtkern nahe der Gaisano Shopping Mall.

Ich bin rundum zufrieden gewesen: Die Zimmer waren optisch ansprechend, sauber und vor allem komfortabel für gerade einmal 1200Peso pro Tag! Mit im Preis inbegriffen waren Frühstück am Buffet und ein großer Pool.

Obwohl sich das Hotel direkt an der Hauptstraße befindet, sind die Zimmer nach hinten ausgelegt, so dass man vom Straßenlärm nicht viel mit bekommt.

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Woher hat die Stadt ihren Namen?

Es gibt einen Mythos, dass sich der Name Butuan von einer sauren Frucht, die Batuan genannt wird, ableitet. Andere Bewohner haben mir erzählt, dass die Stadtbezeichnung von einem Stammesfürsten mit dem Namen Datu Buntuan stammt, der die Gegend von Butuan ehemals regierte.

Andere Quellen glauben hingegen, der Name kommt von dem Wort But-an, dass wörtlich eine Person beschreibt, die einen scharfsinnigen Charakter besitzt. Sie sehen: es gibt viele Mythen und Sagen, herausfinden können Sie es vermutlich nur  bei einem Besuch in Butuan City.

Meine Erfahrungen und Erlebnisse in Butuan City

Am Ende meines Kurztrips in Butuan, wollte ich mir ein echtes Naturwunder anschauen. Der Mount Mayapay liegt im Buenavista Gebirge und gilt als echtes Wahrzeichen, welches das Stadtbild von Butuan bedeutend geprägt hat. Für Touristen ist der Berg ein typisches Motiv vieler Fotos und Postkarten.

Butuan City
Das Abenteuer beginnt bereits am Flughafen von Butuan City

Bereits beim Landeanflug auf den Bancasi Airport konnte ich den gigantisch hohen Berg mit 675 Meter über dem Meer entdecken. Solltest du gerne wandern gehen oder noch einigermaßen fit sein, kann den Berg innerhalb eines Tages bestiegen werden.

Vom Gipfel aus lässt sich die Formation des Plateaus und die Stadt Butuan hervorragend bestaunen. Obwohl der Aufstieg bei tropischen Temperaturen über aus anstrengend ist, wird euch der einzigartige Ausblick für alle Strapazen entschädigen.

Bei einer Wanderung wurde mir von Einheimischen erzählt, dass der Berg als Oase des reinsten Wassers bekannt ist. Kein Wunder! Verschiedene Flüsse finden hier ihren Ursprung und das Trinkwasser gilt als natürliche Versorgung für die angesiedelten Bauern.

Fazit

Butuan City ist eine reizvolle Gegend für jeden Backpacker und Abenteurer, der keine Touristenhochburg erwarten möchte. Dementsprechend sind die Preise verhältnismäßig günstiger und das Angebot etwas überschaubarer.

Trotzdem gibt es einiges zu entdecken, sodass man durchaus ein paar Tage einplanen sollte, um die Vielfalt der Region gesehen zu haben. Bei meinem Aufenthalt ließ sich deutlich erkennen, dass sich viele Gebäude, insbesondere ein großes Einkaufszentrum, gerade im Bau befanden.

Obwohl die Gegend für Europäer (unter Backpackern und Auswanderern) allgemein als sicher gilt, findet ihr sicher den einen oder anderen Bericht im Internet, der natürlich auch das Gegenteil behaupten könnte.

Ob ihr euch davon abschrecken lassen, müsst ihr selber entscheiden. Es ist jedoch völlig normal und gehört dazu, wenn man von Einheimischen ungläubig angestarrt wird.

Tipp: Falls Du weitere Informationen zur Insel Mindanao suchst, wirst du hier fündig.

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